Judo zählt zu den Kampfsportarten und ist nicht mit Kampfkunst zu vergleichen. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass Judo eine Sportart ist, in dem vorwiegend im Zweikampf Wettbewerbe ausgetragen werden können. Judo ist seit dem Jahr 1964 eine olympische Disziplin. Kämpfen Judoka bei Wettbewerben (Turnieren und Meisterschaften) mit, unterliegt sie/ er im Wettkampf strengen Regeln. Im Grunde sind alle unfairen Tätigkeiten während des Kampfes verboten und können bei Anwendung zu einer Disqualifikation der/ des Judoka führen. Die/ der nicht unfair kämpfende Judoka kann, je nach Bestrafungsgrad zur/ zum SiegerIn erklärt werden. Ziel bei Wettkämpfen (Shiai) ist es, den Gegner mit einer Judotechnik, mit Kraft und Schnelligkeit, unter kontrollierten Bedingungen so zu werfen, dass die/ der Geworfene möglichst auf ihren/ seinen Rücken zu liegen kommt. Umso mehr eine exakte Rückenlage erreicht wird, desto höher wird die Bewertung durch die/ den KampfrichterIn angezeigt. Der Wettkampf basiert jedoch nicht nur im Stand (Tachi-waza), sondern auch im Boden (Ne-waza) wird gekämpft. Neben Würfen werden auch Techniken wie Festhaltegriffe (Osae-waza), Hebel- und Würgetechniken (Kansetsu- und Shime-waza) angewendet. Klopft eine/r der beiden KämpferInnen mit einer Hand, oder einem Fuß auf die Matte, oder gibt sich irgendwie sonst geschlagen (zum Beispiel durch verbale Äußerungen), wird der Kampf sofort durch die/ den KampfrichterIn beendet. Da Judo als sehr disziplinierter Sport gilt, wird ein unfaires, nicht sportliches Verhalten sofort bestraft (durch Bestrafungswertungen).